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Blaue Perle des Mittelmeeres

Reisebericht

Morgen früh hast Du die Côte d`Azur direkt vor der Tür
"Traumreise" von Massive Tone

Spielplatz der Reichen und Schönen
Schimmerndes Sonnenlicht, goldener Charme, südliche Hitze und mediterrane Lässigkeit: die Cote d’Azur hat alle Zutaten für einen unvergesslichen Urlaub. Die französische Riviera hat den Ruf, Spielplatz der Reichen und Schönen zu sein. Insbesondere zu den Filmfestspielen gibt sich die Bussi-Bussi-Gesellschaft hier ein Stelldichein. Weniger turbulent, eben bodenständiger, geht es nur 2 km vom roten Teppich z. B. in den Vororten wie Le Cannet zu. Das Plätschern der Springbrunnen im Schatten der Platanen, der reichhaltige Markt, der Geruch von Lavendel, die Bouillabaisse auf dem Speiseplan… Die Kunst zu leben unterscheidet "Jean Dupont", vom "Otto Normalverbraucher" in Deutschland. Selbst in der Altstadt von Cannes sucht man Luxus und Dekadenz vergebens. Hier wird noch der Pastis ohne Schnickschnack und überteuerte Preise mit einem netten "Avec Plaisir" serviert, ohne die Absicht Sie dabei eiskalt um 23,- Euro für den Drink zu erleichtern. Die Tradition des "Abzockens" hat sich seit der Belle Epoque entwickelt, als die Zaren und Könige Europas kamen, um sich beim Polo zu tummeln. Kein Wunder also, dass sich nach und nach das Verhältnis zum Geld hier wandelte. Doch ein tiefer Blick in die Seele Cannes, dem Markt Forville zeigt, dass hier noch alles beim alten geblieben ist. Fischer, Bäcker, Weinhändler bieten seit jeher ihre Waren zu einem "normalen" Preis an. Kleine, enge Gassen steigen steil bergan. Auf dem Hügel befindet sich das alte Stadtgefängnis, eine alte Festung mit herrlichem Blick auf Cannes. Die traumhafte Umgebung, das Mosaik der authentischen Viertel und der luxuriöse Rahmen, tragen dazu bei Cannes zu einem Reiseziel all jener zu machen, die das Leben genießen. Der alte Hafen und seine Restaurants sind ein wichtiger Teil des "Douceurs de vivre". Ein frischer Fisch mit herrlich duftenden Tomaten ist genau die richtige Stärkung, um mit dem Schiff auf die Insel St. Marguerite zu fahren. Im idyllischen Rahmen geschützter Natur, bietet dieses schöne Fleckchen Erde im Mittelmeer den Besuchern eine einzigartige Sammlung von Flora und Fauna. Darüber hinaus existiert eine sonderbare Geschichte, in der das Fort Royal mit dem Geheimnis des Mannes mit der eisernen Maske gelüftet wird. Alles hier lädt zum Entdecken ein:125 Hektar Wald, ein Vogelschutzgebiet und das Meeresmuseum...werden Sie zum Entdecker!

Einfacher Genuß
Bei einer Fahrt ins Hinterland kommt man an dem herrlichen Wein nicht vorbei. Die Weißweine der Region sind legendär und haben, wie vieles an der Côte d`Azur, ihren Preis. Erst 1993 wurde Coteaux Varois zu einem eigenen AC-Gebiet. Mehr als 1500 Hektar Rebfläche verteilen sich auf 25 Gemeinden. Es werden leichte Rotweine, Roséweine und Weißweine erzeugt. Insgesamt dominieren bei der Produktion in Coteaux Varois die Roséweine, die hervorragend zum frischen Ziegenkäse und einem Baguette passen. In den bewaldeten Tälern der Küstenberge bauten 1160 Zisterzienser an einem abgelegenen Ort das Kloster Thoronet. Nach den Bauplänen des Bernhard von Clairvaux entstand, dem Gelübde des Ordens gemäß, ein schlichtes, schmuckloses Kloster. Thoronnet ist gerade wegen seiner Schlichtheit ein Ort, an dem man länger verweilen sollte, die Besucher stören fast ein wenig und man wünscht sich die Zeiten zurück, als hier mönchische Einkehr galt - abseits des Trubels an der Küste.

Promi-Watching
Natürlich findet man auch in Cannes das eine oder andere ruhige Plätzchen, doch hier gilt sehen und gesehen werden, vor allem im "Palme d`Or", dem besten Restaurant am Platz. Welch krasser Gegensatz zum Kloster. Spaziert man entlang der von Platanen flankierten Allee de la Liberté, hat man einen schönen Blick. Läuft man bis zur Spitze der Mole, so kann man das wundervolle Panorama der Hügel von Super-Cannes mit der Croisette zu ihren Füßen bewundern. Entlang der ganzen Seepromenade wechseln sich Häuser in verschiedensten Farben ab. Am Abend, wenn die Lichter der kleinen Restaurants im Freien leuchten und sich in den sanften Wellen widerspiegeln, scheint sich der ganze Hafen in ein nächtliches Fest zu verwandeln. Ein traumhafter Tagesabschluss.

Faites vos jeux...
Was wäre ein Besuch der Côte d`Azur ohne Monaco und Nizza? Die Küste überrascht in Monaco durch bizarre Felswände, an denen die Hochhäuser gepresst zu sein scheinen. Das Azurblau des Meeres mischt sich mit dem sanften Grün von Palmen und Olivenbäumen im Botanischen Garten der Stadt. Als Bonbon die rege Betriebsamkeit des mondänen Yachthafens und die vornehmen Hotels, die mit denen in Cannes und Nizza wetteifern. Den imposanten Yachthafen sieht man schon von weitem. Die großen Yachten kosten großes Geld, auch wenn sie nur am Kai von Monte-Carlos Hafen ankern. Monaco ist bevorzugter Spielplatz des internationalen Jetsets mit seinen edlen Superyachten und Luxuskarossen. Das Café de Paris vor dem Casino ist von Touristen und Paparrazis belagert, die sich alle einen Blick auf einen der Stars erhoffen. Wo sonst behandschuhte Portiers die Türen der Luxuslimousinen öffnen, kann man auch als Normalsterblicher einen Blick in das imposante Casino werfen. "Faites vos jeux - Machen Sie Ihr Spiel." Für diesen Satz ist Monaco berühmt - so manche Luxusjacht hat hier nach einer durchzechten Nacht im Casino am frühen Morgen den Besitzer gewechselt. 100% Treffsicherheit hat man bei der Wachablösung vor dem Grimaldi Palast. Täglich, pünktlich um 11.55 h findet vor dem Haupteingang des Palastes, der von Fürst Louis I. am Ende des 17. Jh. eröffnet wurde, die pracht- und klangvolle Wachablösung statt! Weniger spektakulär als vor dem Buckingham Palace, aber mit viel Musik und Tam Tam marschieren die weiß gekleideten und behelmten Soldaten vor grandioser Kulisse auf und wieder ab.

Traumwelt
Nicht minder mondän geht es in Nizza zu. Mit einem kleinen Touristenzug kann man die kleinen Gassen Nizzas am besten erkunden. Der mit Sicherheit attraktivste und sehenswürdigste Teil Nizzas ist die fünf Kilometer lange Promenade des Anglais mit ihren noblen Hotels und dem langen Strand. Die Bummelzugfahrt durch das alte Nizza gehört zu den absoluten Highlights einer Stadtbesichtigung. In diesem alten Stadtviertel erlebt man das hektische Treiben einer typischen provenzalischen Stadt so richtig mit. In der Altstadt gibt es jeden Tag Blumen-, Gemüse- und Fischmärkte. Es ist das reinste Vergnügen, den Händlern und Käufern beim Feilschen zuzuschauen. Obwohl in Frankreich, fühlt man sich in eine alte, italienische Kleinstadt versetzt. Die kleinen bunten Häuser, Kleider hängen zum Trocknen aus den Fenstern und Katzen liegen träge auf der Eingangstreppe in der Morgensonne. Nach dem modernen Nizza mit seinem imoposanten Kongresshaus, geht die Fahrt weiter auf den Burgberg mit seinem tollen Blick auf die Stadt, dem neuen Hafen und dem Parc Phönix mit seiner beeindruckenden Pflanzenwelt. Die Geisterstimme aus dem Lautsprecher im Zug weiß zu berichten, dass es hier 19 Museen und Galerien, 32 historische Denkmäler und 300 Hektar Parks, Gärten, Wälder und andere Grünflächen sowie 150 Bassins und Springbrunnen gibt. Natürlich kann man nicht alle sehen, dafür aber den legendären Blumenmarkt. Madame im braunen Cashmerepulli sitzt Zeitung lesend neben ihrem Blumenstand und wartet auf zahlungskräftige Kunden, nachdem sie wohl alle Blumen geschnitten und sortiert hat. Früh am Morgen, wenn die letzten Nachtschwärmer aus den Bars verschwunden sind, werden die Stände aufgebaut. Beim Blick auf die Stadt versteht man, warum Nizza als eine der schönsten Städte an der Côte d‘Azur gilt.
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